Weincreme-Torte im gemütlichen Landhausstil genießen

Individuelle Sammeltassen, auch gefüllt mit Kaffeebohnen, alte Backformen als Blumentöpfe – Gerda Dengler führt ihr Winzerhofcafé „Sankt-Marienhof“ mit viel Liebe zum Detail. Seit über 15 Jahren verwöhnt sie ihre Gäste im familieneigenen Weingut in Gau-Algesheim im Landkreis Mainz-Bingen mit selbstgebackenen Torten und Kuchen.

„Wir liegen etwas versteckt in der Kirchstraße 46“, sagt Gerda Dengler. Daher besuchen vor allem Stammkunden unser Café. Das bedauert die gelernte Hauswirtschafterin jedoch nicht. „Bei uns ist es schön ruhig und gemütlich. Das wäre an einer Hauptstraße in dieser Form sicherlich nicht der Fall“, vermutet sie. Als ihr Schwiegervater Alfons Dengler im Jahr 1963 mit seinem Weingut aussiedelte, gab es noch keine Nachbarn. Doch Gau-Algesheim ist im Laufe der Zeit gewachsen, und so befindet sich der Sankt Marienhof heute mitten im Wohngebiet. Dort bietet Gerda Dengler mit ihrem Café eine kleine Oase. Bei gutem Wetter laden der schöne Hof mit antikem Mobiliar und die Sonnenterrasse zum Verweilen ein. Aber auch der Innenraum versprüht einen „urigen Landhaus-Charme“, so die passionierte Bäckerin.
Die Besucher kommen jedoch in erster Linie wegen der leckeren Torten. Immer im Sortiment ist folgendes Torten-Trio: Schwarzwälder Kirsch, Himbeer-Joghurt und Weincreme-Trauben. Hinzu kommen täglich mindestens zwei weitere süße Leckerbissen wie zum Beispiel die Windbeutel-Secco-Torte, die Walnuss-Krokant- oder die Schoko-Sahne-Torte. „Was genau ich backe, mache ich unter anderem vom Wetter abhängig. Wenn es sehr heiß ist, dann lieber etwas Frisches. Bei geringeren Temperaturen kommt auch mal die Buttercreme zum Einsatz“, informiert Dengler. Sie bietet vor allem Torten an. „Das ist es, was unsere Kunden haben möchten. Blechkuchen backen viele selbst auch zu Hause. Es soll etwas Besonderes sein.“

Immer die gleiche Bedienung
Seit dem Jahr 1987 betreiben Gerda Dengler und ihr Mann Christoph eine Gutsschänke. Für die Erweiterung um das Winzerhofcafé 2003 kamen zwei gute Gründe zusammen: Erstens wollten die Denglers das Angebot für Gäste der Heimat- und Verkehrsgemeinde Gau-Algesheim unter der Woche aufwerten. Zum Zweiten backt Gerda Dengler leidenschaftlich gern. „So habe ich mir mit dem Café einen kleinen Traum verwirklicht.“ Von März bis Juli und von September bis November sind die Gäste jeweils zwischen 14.30 Uhr und 18 Uhr herzlich willkommen. Im Anschluss öffnet dann in der Saison die Gutsschänke in den gleichen Räumlichkeiten ihre Pforten. Es gibt aber auch im Café herzhafte Kleinigkeiten. Hausmacher Wurst steht genauso auf der Speisekarte wie Griebenschmalz und die Stramme Emma, die bessere Hälfte des Strammen Maxes.
In erster Linie sind es jedoch die Torten, die die Kunden zu den Denglers locken. Gerda Denglers Ehemann Christoph ist hier übrigens eine nicht wegzudenkende Hilfskraft. Er misst zum Beispiel die Zutaten ab – ein wichtiger Job. Und als Kuchenschneider kann ihm keiner das Wasser reichen. Nur er bekommt es hin, dass alle Stücke gleich groß sind. Neben den beiden ist Jutta Palmer, die Schwiegermutter von Sohn Martin, eine feste Größe. Sie ist für den Service zuständig. „Wir haben immer die gleiche Bedienung. Das schätzen unsere Kunden“, sagt Gerda Dengler. Denn Jutta Palmer weiß genau, wie viel Stücke Zucker Frau Müller in den Kaffee möchte und dass Herr Schmidt immer einen Pfefferminztee zur Schwarzwälder trinkt.
Das macht das Winzerhofcafé „Sankt Marienhof“ aus – es geht gemütlich und familiär zu. Ein Abstecher in die Kirchstraße lohnt sich. Immer wenn das Café geöffnet hat, stellt Gerda Dengler ein gedecktes Kaffeetischchen an die Hauptdurchgangsstraße. So wird vielleicht auch der eine oder andere „Durchreisende“ aufmerksam und eventuell zum Stammkunden.      

Hintergrundinformation:
Um von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz als „Empfohlenes Hofcafé“ ausgezeichnet zu werden, müssen bestimmte Standards wie die Anbindung an einen aktiven landwirtschaftlichen Betrieb erfüllt sein. Zudem hat ein Mitglied des Hofes oder der Familie regelmäßig in der Hofgastronomie präsent zu sein. Die Kuchen und Torten müssen regelmäßig selbst gebacken werden, und mindestens ein herzhaftes Gericht soll auf der Speisekarte stehen. Selbstverständlich sind auch Hygienevorschriften einzuhalten. Die Landwirtschaftskammer prüft den jeweiligen Betrieb vor der Vergabe des Labels und dann alle drei Jahre aufs Neue. Eine Liste der „Empfohlenen Hofcafés“ ist unter diesem Link zu finden: www.landservice-rlp.de/de/angebote-finden/einkehren-feiern/

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