Käse und Rindfleisch sind die Stars

Das Hofcafé des Monats April ist ganz besonders. Kuchen und Torten gibt es hier zwar auch, aber bei Familie Gröner in Kerpen-Loogh (Landkreis Daun) stehen zwei andere Produkte im Mittelpunkt: der Käse und das Rindfleisch.

Im Restaurant haben die Besucher sogar die Möglichkeit, sich anzusehen, wie der Käse hergestellt wird. „Unsere Hauptproduktion läuft von 11:30 bis 14 Uhr. In dieser Zeit ist auch unser Restaurant geöffnet“, informiert Ursula Gröner, die den Gröner Hof mit ihrem Mann Michael betreibt und 165 Hektar Ackerland und Mähweiden bewirtschaftet. Sohn Gero ist als Molkereimeister vor zwei Jahren in den Betrieb eingestiegen. Lediglich getrennt durch eine Glasscheibe schauen die Gäste fasziniert, wie Eifeler Bergkäse und der Eifeler Camembert Gestalt annehmen. Rund eine Million Liter Milch – von den Kühen auf dem Hof und aus der Region – verarbeiten die Gröners pro Jahr zu 120.000 Kilogramm Schnitt-, Hart- und Weichkäse. Noch besser als anschauen ist natürlich probieren. Und so stehen auf der Speisekarte einige Gerichte mit selbst hergestelltem Käse wie Käsespätzle, Camembert Cocktail und Käseteller. Wem es zusagt, der kann sich damit im Hofladen eindecken und den Geschmack der Eifel mit nach Hause nehmen.

Seit 30 Jahren Direktvermarktung
Im Laden gibt es auch die zweite Spezialität des Betriebs zu kaufen: das Rindfleisch. Selbst geschlachtet, lange abgehangen und schonend zubereitet landet es als Tafelspitz mit hausgemachter Remoulade, Burger oder Roastbeef auf dem Teller. „Wir haben die Viehhaltung seit einem Jahr an zwei junge Männer verpachtet, beziehen aber unsere Milch und unser Fleisch noch von den Tieren“, erläutert Ursula Gröner. „Wir achten darauf, dass kein Mastfutter oder Gentechnik zum Einsatz kommen. Das war uns von Beginn an wichtig.“ Seit 1988 ist die Familie mit dem Verkauf von Rindfleisch in der Direktvermarktung tätig. Elf Jahre später kam der Käse dazu. Dabei standen und stehen die gute Qualität und das Herstellen hochwertiger Produkte stets im Mittelpunkt. Das Restaurant, das im Jahr 2017 von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit dem Label „Empfohlenes Hofcafé“ ausgezeichnet wurde, rundet das Angebot der Direktvermarktung ab.

„Wir öffnen gerne unsere Türen“
Oft kommen Fleisch- und Käsekunden zum Essen. Aber auch Touristen und Besuchergruppen lassen es sich auf dem Gröner Hof schmecken. Auch Betriebsbesichtigungen sind nach Absprache möglich. „Wir sind transparent und öffnen gerne unsere Türen“, informiert Ursula Gröner. Denn genau wie ihr Mann und ihr Sohn ist sie von den Produkten hundertprozentig überzeugt. „Ich möchte nicht überheblich klingen, aber ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass unsere Käse- und Rindfleischprodukte die besten sind, die ich kenne.“ Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann montags bis freitags zwischen 11:30 Uhr und 15:30 Uhr sowie samstags zwischen 9:30 Uhr und 15:30 Uhr im Restaurant vorbeischauen. Außerdem werden verschiedene Käsesorten in den rheinland-pfälzischen REWE-Märkten mit Landmarkt-Produkten – eine Liste der Märkte gibt es hier – angeboten. Weitere Informationen zur Familie Gröner und zu ihrem Betrieb sind auch auf der Internetseite www.eifel-groener.de zu finden.

Hintergrundinformation: Um von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz als „Empfohlenes Hofcafé“ ausgezeichnet zu werden, müssen bestimmte Standards wie die Anbindung an einen aktiven landwirtschaftlichen Betrieb erfüllt sein. Zudem hat ein Mitglied des Hofes oder der Familie regelmäßig in der Hofgastronomie präsent zu sein. Die Kuchen und Torten müssen regelmäßig selbst gebacken werden, und mindestens ein herzhaftes Gericht soll auf der Speisekarte stehen. Selbstverständlich sind auch Hygienevorschriften einzuhalten. Die Landwirtschaftskammer prüft den jeweiligen Betrieb vor der Vergabe des Labels und dann alle drei Jahre aufs Neue. Eine Liste der „Empfohlenen Hofcafés“ ist hier zu finden.

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