Die Stachelbeertorte ist der Renner

„Oma hat die weltallerbesten Kuchen!“ Der zwölfjährige Johannes und die weiteren sechs Enkelkinder lieben Oma Klaras Leckereien. Wie gut, dass Familie Borsch in Eckfeld in der Eifel ein Hofcafé mit von Klara Borsch selbst gebackenen Kuchen und Torten betreibt. Nach den abgespeckten Öffnungszeiten im Winter beginnt am Palmsonntag wieder die eigentliche Saison. Das Bauernhofcafé Morgenfelderhof ist eines von 15 Cafés, die die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz mit dem Label „Empfohlenes Hofcafé“ ausgezeichnet hat.

Von A wie Amaretto-Mascarpone-Torte bis Z wie Zebratorte – das Repertoire der Familie Borsch ist groß und vielseitig. „Ich habe immer Klassiker wie Käsekuchen, Bienenstich und Schwarzwälder Kirschtorte im Angebot. Auch ein Blechkuchen darf nicht fehlen“, sagt Klara Borsch. „Und dann kommen je nach Jahreszeit spezielle andere Kuchen dazu.“ Die Hauswirtschaftsmeisterin legt Wert darauf, saisonale Produkte einzusetzen. So gibt es einen Erdbeerkuchen nur im Sommer und eine Traubentorte nur im Herbst. Lediglich bei einer Leckerei macht sie eine Ausnahme: der Stachelbeertorte. „Die muss immer da sein. Sie ist unser Renner und wird stets nachgefragt.“ Das Rezept hat sie vor 20 Jahren von einer Frau aus dem Dorf bekommen, wie Klara Borsch verrät. „Jedoch nur in der ursprünglichen Form. Für das Café habe ich es abgewandelt.“
Im August 2000 hat die Familie, die einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau, Milchviehhaltung und Schweinemast führt, ihr Café eröffnet und im alten, leer stehenden Wohnhaus auf dem Hof Ferienwohnungen errichtet. „Die Idee dahinter war, sich noch ein zweites Standbein zuzulegen“, erinnert sich Klara Borsch. Im Laufe der Jahre siedelte der Betrieb, der auch besichtigt werden kann, an den Ortsrand aus. In den umgebauten alten Stallungen wurde 2010 das neue größere Cafe eröffnet.

Familiär und immer präsent

Gebacken hat Klara Borsch schon immer gern und gut – so wie ihre Mutter. Aber es sei schon ein Unterschied für die eigene Familie oder für Cafégäste zu backen. In der professionell ausgestatteten Küche wird gerührt, geknetet und verziert. Jeden  Tag backt Klara Borsch zahlreiche Torten und Kuchen.
Manuela Schmitz, die älteste von drei Töchtern, hilft als Juniorchefin kräftig im Café mit. „Bei uns geht es sehr familiär zu. Die Gäste schätzen und wünschen sich auch, dass immer jemand von unserer Familie da ist“, weiß Klara Borsch. Zahlreiche der Besucher sind Stammgäste. Bei ihnen muss Manuela Schmitz schon gar nicht mehr nachfragen, sondern weiß genau, was sie ihnen servieren darf. Neben dem familiären Ambiente kommen die Kuchenvielfalt, 40 verschiedene gehören zum Repertoire, und natürlich der Faktor, dass alles selbst gemacht ist, gut an. Bei den Borschs gibt es nichts von der Stange. In jedem Kuchen, in jeder Torte stecken Liebe und Leidenschaft – und das schmeckt man.
Übrigens auch beim Frühstück, das die Familie ganzjährig anbietet. Denn wer es lieber deftig statt süß mag, ist in Eckfeld ebenfalls richtig. Das ausgiebige Bauernhoffrühstück gibt’s in den Sommermonaten auf Anmeldung ab 9 Uhr an allen Öffnungstagen. Das Hofcafé, in dem auch immer kleine herzhafte Gerichte auf der Speisekarte stehen, hat von Palmsonntag bis zum 1. November immer dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr seine Türen geöffnet. In der restlichen Zeit des Jahres samstags und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zur Familie und deren Angeboten finden Interessierte auf der Internetseite www.bauernhofcafe-morgenfelderhof.de.

Hintergrundinformation:
Um von der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz als „Empfohlenes Hofcafé“ ausgezeichnet zu werden, müssen bestimmte Standards erfüllt sein. So muss etwa die Anbindung an einen aktiven landwirtschaftlichen Betrieb gegeben sein. Zudem hat ein Mitglied des Hofes oder der Familie regelmäßig in der Hofgastronomie präsent zu sein. Die Kuchen und Torten müssen regelmäßig selbst gebacken werden, und mindestens ein herzhaftes Gericht soll auf der Speisekarte stehen. Selbstverständlich sind auch Hygienevorschriften einzuhalten. Die Landwirtschaftskammer prüft den jeweiligen Betrieb vor der Vergabe des Labels und dann alle drei Jahre aufs Neue. Eine Liste der „Empfohlenen Hofcafés“ ist findet hier zu finden. Wer sich als Betrieb für den Einstieg in die Hofgastronomie interessiert, findet hier weitere Informationen.

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