Alleskönner Apfel: Gelees, Chips, Liköre oder einfach reinbeißen

„An apple a day keeps the doctor away.“ An dem englischen Sprichwort, das besagt, dass ein Apfel pro Tag den Arzt fernhält, ist auf jeden Fall etwas dran. Denn Äpfel sind gesund und haben jetzt wieder Saison. Trotz des trockenen Sommers freuen sich die rheinland-pfälzischen Obstbauern in diesem Jahr über eine gute Apfelernte. Quantität und Qualität stimmen.

Durchweg ist die Ernte 14 Tage früher gestartet als in den Vorjahren. Viele Apfelbauern bieten ihre Früchte nun in den eigenen Hofläden an. Aber auch in Supermärkten finden die Kunden eine reichhaltige Auswahl an regionalen Äpfeln. Die Sortenvielfalt ist groß. Beliebt sind zurzeit vor allem Delbarestival, Summercrisp, Elstar, Gala sowie Sinus, Opal und Natyra. Sorten wie Santana werden häufig auch von Allergikern gut vertragen und finden sich in einigen Hofläden. Die Vielfalt an regionalen Produkten ist riesig. Es lohnt sich, hier zuzugreifen.
Zahlreiche Obstbauern verarbeiten ihre Früchte weiter. „Wenn die Äpfel den optischen Ansprüchen der Kunden und des Handels nicht genügen, wird daraus etwa in Mostereien hochwertiger Apfelsaft hergestellt“, informiert Hiltraud Holle-Busch vom Beratungsteam der Einkommensalternativen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Moderne Saftpressen ermöglichen schon bei relativ kleinen Chargen die Herstellung sortenreiner Säfte.

Praktische Bag-in-Box-Verpackung
Der Bioobsthof Nachtwey in Gelsdorf im Landkreis Ahrweiler zum Beispiel bietet Bioapfelsaft aus verschiedenen Sorten an. Auf Bestellung gibt’s auch sortenreine Säfte. Sowohl Flaschen also auch praktische Bag-in-Box-Verpackungen stehen zur Verfügung. Der Apfelsaft befindet sich bei letzteren in einer Art Plastikbeutel, der in einem Karton aus Pappe liegt. „Manchmal scheuen sich Kunden vor dem Kauf 3- oder 5-Liter-Verpackungen zurück. Aber es ist kein Problem, diese im Haushalt zu nutzen“, informiert Inhaberin Martina Nachtwey. „Stehen die Boxen an einem kühlen Ort, im Keller oder Kühlschrank, hält sich der Saft bis zu drei Monaten bei geöffneter Packung.“ Durch die Konstruktion des Abzapfsystems können nämlich weder Luft noch Pilzsporen von außen an den Saft gelangen. Ein weiter Vorteil der Boxen ist, dass sie weniger wiegen als Flaschen und leichter zu transportieren sind. Die Außenverpackung lässt sich mehrfach verwenden, und der Innenbeutel ist gut zu recyceln.

Apfelbauern in der Nähe finden
Apfelsaft ist jedoch nur ein Produkt, das sich aus Äpfeln produzieren lässt. Familie Nachtwey lässt zudem Apfelchips herstellen, besonders von übergroßen Äpfeln. Auch Früchte mit kleinen Macken eignen sich dafür. Dabei gilt: Je aromatischer der Apfel, desto besser schmecken die Chips.
In den Hofläden der rheinland-pfälzischen Erzeuger finden sich auch Apfelprodukte wie Apfelgelee, Fruchtaufstriche mit Äpfeln, Apfelmus, Apfellikör, Apfelbrand und Säfte, die verschiedene Obstsorten miteinander kombinieren. Dabei sind Spezialitäten eher direkt bei Erzeuger zu erhalten als im Handel. Wer einen Apfelbauern in seiner Nähe sucht, wird hier in der Landservice-Datenbank sicher fündig. Und nicht vergessen: Die von der Landwirtschaftskammer empfohlenen Hofcafés bieten zurzeit wunderbare Apfelkuchen und -torten an.

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